Neujahrsempfang in Stuttgart

Gerhard Blum beim Neujahrsempfang in Stuttgart
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat beim Neujahrsempfang in diesem Jahr Vertreter der Natur- und Umweltverbände und aus der Land- und der Forstwirtschaft eingeladen. Unter den geladenen Gästen gehörte auch Gerhard Blum, der Naturschutzwart im Schwarzwaldverein Gutach und im Bezirk Kinzigtal ist. 

Der Grünen-Politiker Winfried Kretschmann rückt für 2018 den Natur- und Umweltschutz ins Zentrum seiner Regierungsarbeit. Vor Hunderten Gästen warnte er bei einem Empfang in Stuttgart nicht nur vor dem Bienensterben, sondern auch vor einer Katastrophe. Die Erhaltung der Natur sei eine Generationenaufgabe, sagte Kretschmann am Freitag im Neuen Schloss. Baden-Württemberg sei Lebensraum für rund 50 000 Tier- und Pflanzenarten, 40 Prozent davon seien mittlerweile gefährdet, sagte der Grünen-Politiker. „Zahlreiche Schmetterlings-, Wildbienen- und andere Insektenarten sind bereits ausgestorben. Weniger Insekten bedeuten zugleich weniger Vögel“, sagte Kretschmann vor Hunderten Gästen. Das Insekten- und das Artensterben insgesamt seien keine Randerscheinung. „Es handelt sich weltweit gesehen dabei um eine Katastrophe“, betonte der Regierungschef.
Für die Landespolitik sei es ein zentrales Anliegen, die biologische Vielfalt im Land zu erhalten und zu fördern. In einem Gemeinschaftsprojekt von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium sollen der Naturschutz, die Land- und die Forstwirtschaft zusammenarbeiten. Dafür stünden 36 Millionen Euro in den Jahren 2018 und 2019 bereit, so z.B. zur Schaffung von 250 zusätzlichen Stellen in der Umwelt- und Naturschutzverwaltung.