Gründung 1905

100 Jahre Schwarzwaldverein Gutach e.V.

Die Jahre 1905 - 2005

 Anstöße zur Gründung von außen

  • Einzelreisende kamen im frühen 19. Jahrhundert in den Schwarzwald
  • Landschaft, Bauernhäuser und Tracht wurden als das "Himmelreich des Gutachtals" beschrieben und begeisterten Kunstmaler, Schriftsteller und später Fotografen
  • Die Gründung des Badischen Schwarzwaldvereins im Jahre 1864 und dessen Bestreben, den Schwarzwald duch Wanderwege zu erschließen 
  • Der Farrenkopf, Hausberg von Gutach, wurde am neu angelegten Höhenweg, dem späteren Westweg, als "Badischer Rigi" zu einem besonders attraktiven Aussichts- und Rastpunkt
  • Wilhelm Hasemann, berühmter Schwarzwaldmalerund Gutacher Ehrenbürger, erwies sich schon bald nach seiner Ankunft als engagierter "Heimatpfleger" und Vorkämpfer für die Ziele des Badischen Schwarzwaldvereins
  • 1899 wurde auf Betreiben der Sektionen Haslach, Hausach und Wolfach und mit Unterstützung duch den Hauptverein auf dem Farrenkopf eine Schutzhütte errichtet, die den Namen "Hasemannhütte" erhielt
  • 1903 wurde ein Zugangsweg zum Farrenkopf angelegt

 Die Gründung

  •  Im Frühjahr 1905 war die "Geburtsstunde" der Sektion Gutach des Schwarzwaldvereins
  • 42 Gründungsmitglieder - darunter Wirte, Geschäftsleute und Künstle - wählten Georg Wöhrle, Kaufmann und Ratschreiber zum Vorsitzenden
  • Im Mai wurde die Satzung beschlossen und die Sektion in das Vereinsregister eingetragen
  • Jahresbeitrag 5 Mark - ein stolzer Betrag in damaliger Zeit

Schwere Zeiten und Neubeginn

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Schwere Zeiten und Neubeginn

  • Nach dem Ersten Weltkrieg zählte der Verein noch 24 Mitglieder
  • 1921 wurde Rudolf Jansen zum Vorsitzenden gewählt
  • Die "Ära Jansen" dauerte bis 1954
  • Im Inflationsjahr 1923 betrug der Mitgliedsbeitrag 500 Mark
  • Für den Kassenbestand am Ende des Jahres 1923 in Höhe von 112 Millionen Mark bekam man gerade noch einen Laib Brot
  • Das Jahresprogramm umfasste drei bis vier Wanderungen bei einer Beteiligung von fünf bis zwanzig Personen

Die ersten Aktivitäten

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Die Jahre 1905 - 2005

Die ersten Aktivitäten

  • "Wegweiser anbringen"
  • Wege anlegen: der Fußweg vom Sandloch zum neuen Weg, Majorsweg genannt, ein neuer Weg nach Kirnbach über die Obere Ecke, der Fußweg im Pfaffenbach zum Glatthölzle, der Weg am Stübleberg, Gründleweg genannt.
  • Erstellen von Ruhebänken
  • Ausbesserungen an der Hasemannhütte, die von Jugendlichen schwer beschädigt worden war.

1930 - 25 Jahre Schwarzwaldverein Gutach

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Die Jahre 1905 - 2005

1930 - 25 Jahre Schwarzwaldverein Gutach

  • 05. Juli 1930: Jubiläumsfeier mit Schwarzwaldvereinspräsident Dr. Seith, Bürgermeister Georg Wöhrle, Trachtenkapelle und Gesangsverein in der "Linde"
  • 06. Juli 1930: Am Vormittag Einweihung des von der Gemeindeverwaltung und dem Verkehrsverein erbauten "Luft- und Schwimmbades". Am Nachmittag wurde der vom Schwarzwaldverein neu angelegten Rudolf-Jansen-Weg begangen und der Öffentlichkeit übergeben.  

Die neue Hasemannhütte

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Die neue Hasemannhütte

  • Am 22. Mai 1910 wurde die Hasemannhütte durch Brandstiftung zerstört
  • Am 28. Juli 1912 konnte die neue, heute noch bestehende Hütte eingeweiht werden
  • Vorsitzender war nun Lindenwirt Karl Moser, der seine kurze Begrüßungmit dem legendären Satz beendete: " `s konnt jetze einer, der ka besser schwätze wie ich"
  • Ein Jahr später starb Wilhelm Hasemann, der hochverehrte Namengeber der Hütte

 

Im Schatten der Nazi-Zeit

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Im Schatten der Nazi-Zeit

  • 1934: Der Verein wehrt sich gegen die Gleichschaltung - den Prozess der Vereinheitlichung des gesamten gesellschaftlichen und politischen Lebens. "Der Mitgliederschwund ist katastrophal" 
  • 1934 Aufstellung eines Häuschens auf dem Grundstück von Professor Curt Liebich zur Unterbringung eines Reliefpanoramas von Gutach (das Häuschen steht heute als Schutzhütte auf der Islände)
  • 1935 klagte der Vorsitzende: "Der Nachwuchs fehlt; die Jugend wird - leider auch durch die Lehrerschaft - für alle möglichen Sportarten begeistert, aber nicht für das altmodische anstrengende Wandern."
  • Schon vor Kriegsausbruch 1939 gab es kaum Aktivitäten, bis 1948 ruhte das Vereinsleben ganz